Psychotherapie

Psychotherapiesitzung

Psychotherapie

“Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Vorstellungen von den Dingen".

 

Schon dem Philosophen Epiktet (55 - 135 n. chr.) war die Einsicht geläufig, dass die Menschen nicht unter den Ereignissen oder Umständen des Lebens leiden, sondern vielmehr unter den Bedeutungen, die sie den Ereignissen beimessen.
Anders gesprochen: Menschen leiden, weil sie die Dinge so sehen, wie sie sie sehen. 

Ich habe 2012 die Zusatzbezeichnung Psychotherapie, Kognitive Verhaltenstherapie von der Landesärztekammer Hessen verliehen bekommen.

In Ergänzung zur Ernährungsberatung liegt hier der Schwerpunkt auf der Behandlung von Essstörungen, wie  Anorexia nervosa, Bulimie, Binge Eating Disorder oder gemischte Formen.

Autogenes Training

 

Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst, um mehr Ruhe und Gelassenheit zu erlangen und besser abschalten zu können. Das Autogene Training führt zum Aufbau eines besseren Gleichgewichts zwischen Spannung und Entspannung. Die Achtsamkeit wird von den Alltagsgedanken weg und zu den Körperwahrnehmungen Ruhe, Schwere und Wärme hin gelenkt.
In diesem Kurs erlernen Sie eine wirksame Methode der Selbstentspannung, die gut bei kreisenden Gedanken, Ein- und Durchschlafstörungen, Unkonzentriertheit oder mentalen "Durchhängern" eingesetzt werden kann.
In gezielten Übungen erlernen Sie die Grundlagen der konzentrativen Selbstentspannung nach Dr. J. H. Schultz. Neue Ansätze helfen heute, einen einfacheren und leichteren Zugang zu dieser Methode zu erlangen. Sie lernen nicht nur Formeln kennen, sondern lernen auch, Anker zu setzen, mit denen Sie Ihre tägliche Auszeit beginnen können.
Ziele des Autogenen Trainings sind vor allem: Verminderung von körperlichen und seelischen Spannungszuständen, Stressabbau und innere Ruhe und Ausgeglichenheit zur individuellen Regeneration.

Essstörungen

 

Bei den verschiedenen Formen der Essstörungen handelt sich um ernsthafte Erkrankungen, bei denen der Umgang mit dem Essen, mit der Nahrungsmittelauswahl und das Verhältnis zum eigenen Körper gestört ist. Eine Therapie ist dringend notwendig.

Die drei häufigsten Essstörungen sind Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und die Binge-Eating-Störung (Esssucht ohne Erbrechen), die zu einer starken Erhöhung des Körpergewichts mit schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen kann.

 Essstörungen sind sehr häufig vergesellschaftet mit weiteren psychischen Krankheiten wie Depression, Angststörung oder Abhängigkeiten.
Die Therapie der Wahl ist in allen Fällen die kognitive Verhaltenstherapie.

Burnout
 

Keine Krankheit im eigentlichen Sinne, aber dennoch ein Zustand mit ausgeprägter emotionaler Erschöpfung und darausfolgender reduzierter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit.

Anstrengende Lebensumstände können Menschen extrem belasten – bis zu einem Punkt, an dem sie das Gefühl haben: Ich kann nicht mehr, ich bin erschöpft, leer und ausgebrannt. Auch beruflicher Stress kann körperliche und psychische Beschwerden auslösen. Mögliche Ursachen sind dauerhafte Über- oder Unterforderung, ständiger Zeitdruck, Konflikte mit Kollegen, aber auch extreme Einsatzbereitschaft, die zur Vernachlässigung eigener Bedürfnisse führt. Berufliche Stressfolgen sind eine häufige Ursache für Krankschreibungen.

Genaugenommen ist Burnout keine Diagnose, im Gegensatz zum Beispiel zur Diagnose Depression. Diese ist als Krankheitsbild allgemein anerkannt und wissenschaftlich gut untersucht. Das ist beim Burnout nicht der Fall. Man vermutet, dass sich hinter dem Begriff Burnout ein oder mehrere andere Krankheitsbilder, häufig in Kombination, verbergen – z.B. eine Depression oder Angststörung. Auch körperliche Erkrankungen können Burnout-ähnliche Beschwerden verursachen.

Bisher gelten hauptsächlich drei Beschwerdebereiche als Anzeichen für ein Burnout-Syndrom:

 

  • Erschöpfung: Betroffene fühlen sich ausgelaugt und emotional erschöpft, berichten von mangelnder Energie, Überforderung, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit, aber auch von körperlichen Beschwerden wie Schmerzen und Magen-Darm-Problemen. 

  • Entfremdung von der (beruflichen) Tätigkeit: Betroffene erleben ihre Arbeit zunehmend als belastend und frustrierend. Sie können eine zynische Haltung gegenüber ihren Arbeitsbedingungen und Kollegen entwickeln, gepaart mit starker emotionaler Distanz und zunehmender Abstumpfung ihren beruflichen Aufgaben gegenüber. 

  • verringerte Leistungsfähigkeit: Beim Burnout leidet vor allem die alltägliche Leistung im Beruf, im Haushalt oder bei der Pflege Angehöriger. Betroffene empfinden ihre Tätigkeit als sehr negativ, sind unkonzentriert, lustlos und beklagen, dass sie keine Ideen mehr haben. 

 

Einige Merkmale des Burnouts unterscheiden sich allerdings deutlich von denen der Depression – wie die Entfremdung vor allem von der Berufstätigkeit. Bei einer Depression beziehen sich die negativen Gedanken und Gefühle nicht nur auf die Arbeit, sondern auf alle Lebensbereiche. Typische Symptome für eine Depression sind außerdem

 

  • mangelndes Selbstwertgefühl,

  • Hoffnungslosigkeit und

  • Selbsttötungsgedanken.

 

Diese werden nicht als typische Burnout-Beschwerden gesehen. Deshalb steckt auch nicht hinter jedem Burnout eine Depression. Burnout-Beschwerden können aber wiederum das Risiko erhöhen, eine Depression zu entwickeln.

 

Grundsätzlich können die Beschwerden, die dem Burnout zugeschrieben werden, auch andere Ursachen haben: zum Beispiel psychische und psychosomatische Erkrankungen wie eine Depression, Angsterkrankung oder ein chronisches Müdigkeitssyndrom. Körperliche Erkrankungen, z.B. eine Schilddrüsenunterfunktion, oder die Einnahme bestimmter Medikamente können aber ebenfalls Beschwerden wie Erschöpfung und Müdigkeit auslösen. Bei solchen Beschwerden ist es daher wichtig, gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt zunächst somatische Ursachen auszuschließen, bevor eine Therapie begonnen wird. Ansonsten besteht das Risiko, dass nutzlose Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen.

 

Anerkannte Therapieformen sind neben der Krisenintervention vorrangig die kognitive Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Gruppentherapie und gegebenenfalls Antidepressiva.